„Na Toll“ – ein Projekt zur Suchtprävention
lm Januar wurde mit allen 8. und 9.Klassen das Projekt „Na Toll“ durchgeführt.
Geleitet wurde das Projekt von Frau Rommel (Schulsozialarbeit) und Herrn Wassermann (Suchtberatungsstelle). Sie führten die Suchtprävention in Form eines Workshops über einen Vormittag für jede Klasse durch mit interessanten Themen wie z.B. Alkohohl und die Wirkungen auf das Gehirn oder „Wie gehe ich mit Stress um“.
Am Anfang haben Frau Rommel oder Herr Wassermann die halbe Klasse zu der Ausstellung „Na Toll“ in der ersten Etage des Schulhauses mitgenommen. Sie haben die 12 Infotafeln vorgestellt und erklärt und haben uns gefragt, was wir für Erfahrungen mit Alkohol haben. Die verschiedenen Themen wie z.B. Rauschtrinken, Wirkungen von Alkohol, etc. wurden anhand von provokativen Aussagen auf den Infotafeln diskutiert, z.B. „Mit Alkohol ist die Idealfigur dahin“, „Alkohol macht Birne hohl“ oder „Mit Alkohol ist nix los in der Hose“.
Die andere Gruppe überlegte in der Zeit, warum Menschen Alkohol trinken. Die Schüler schrieben ihre Überlegungen auf, z.B. um cool zu sein, um lustig zu werden, Gruppenzwang. Wir sortierten die Gründe in zwei Richtungen – auf der Suche nach etwas oder auf der Flucht vor etwas.
Danach durften wir in Kleingruppen Wunderdrogen erfinden. Man durfte der Droge besondere Wirkungen, wie z.B. ewiges Leben, keine Alterung, alles wird besser, und Nebenwirkungen, z.B. aussehen wie Cosimo, schnelle Abhängigkeit, keine Abhängigkeit zuschreiben. Die Drogen hatten auch ganz verrückte Namen wie Happy-Droge, Bouler Couler, Bottle Drug, OCD so stark wie nie. Anschließend wurden die Möglichkeiten und Risiken dieser Wunderdrogen diskutiert, z.B. die Gefahr, den Alltag nicht mehr ohne Droge lebenswert zu finden.
Anschließend haben wir uns mit der Suchtentwicklung beschäftigt und verschiedene Stadien eingeordnet. Wir durften Karten von Neugier bis Sucht in die richtig Reihenfolge bringen. Zuerst probiert man nur, ob es einem schmeckt und aus Neugier, damit man mitreden kann. Danach genießt man es vielleicht ab und zu, weil es schmeckt oder weil man gute Erfahrungen damit gemacht hat. Wenn das Suchtmittel dann zur Gewohnheit wird, sollte man z.B. bei Alkohol wenigstens zwei Tage in der Woche gar nichts trinken. Aus der Gewohnheit oder dem zuviel kann dann Abhängigkeit und Sucht werden. Deswegen ist es wichtig, dass man lernt mit Alkohol umzugehen und nur in Maßen zu genießen.
Gegen Ende des Workshops machten wir eine Übung, bei der wir überlegten was wir bei Belastungen und unangenehmen Gefühlen tun. Wir haben sehr viele und unterschiedliche Möglichkeiten des Umgangs damit gefunden, haben also viele Alternativen zu einer Flucht durch ein Suchtmittel entdeckt.
Danach durften wir noch eine Werbeanzeige für unser Leben schreiben, d.h. unsere Stärken und Fähigkeiten, Interessen und Hobbies auf einen Zettel auflisten. Die Anzeigen wurden in der Klasse vorgelesen und die Mitschüler konnten erraten, wer welche Anzeige aufgegeben hat.
Der Workshop „Na Toll“ war damit in der Klasse 8cM beendet, in den anderen Klassen lief er in ähnlicher Form ab. Wir konnten einige neue Infos bekommen, uns mit dem Thema Alkohol und Sucht auseinandersetzen und hatten auch Spaß bei dem Projekt.
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